Der Klumpfuss, medizinisch als Pes equinovarus bezeichnet, ist eine angeborene Fehlstellung des Fusses. Dabei sind die Füsse typischerweise nach unten und innen gedreht, so dass die Zehen nach unten und die Fusssohlen nach innen zeigen.
Die Fuss-Fehlstellung führt zu einer Einschränkung der Beweglichkeit im Fuss und im Sprunggelenk und kann ohne Behandlung das spätere normale Gehen beeinträchtigen oder gar verunmöglichen.
Die Behandlung erfolgt in den ersten Lebenswochen durch spezielle Gipsverbände (nach Ponseti) und durch Schienen.
Bei Kindern und (jungen) Erwachsenen häufig anzutreffend ist der «residuelle Klumpfuss» – eine Form des Klumpfusses, bei dem nach der initialen Behandlung Rückfälle oder verbleibende Deformitäten auftreten: Trotz der durchgeführten Korrekturmassnahmen bleibt eines Fehlstellung des Fusses teilweise oder vollständig bestehen.
Spiraldynamik® Therapie
Wichtig für die Behandlung residueller Klumpfüsse: Es gibt unterschiedliche Varianten! Der Fussrist ist immer noch erhöht und verdreht (Rückfall, verbleibende Hohlfuss-Deformität); oder er präsentiert sich als Knick-Senkfuss-Problemfuss (Überkorrektur, chronische Fehlbelastung); oder die Spreiz-Spitzfuss-Problematik steht im Vordergrund.
Mit anderen Worten: Jeder residueller Klumpfuss wird «individuell» therapiert: Bei übermässiger Verschraubung wird der Fuss «entschraubt», bei ungenügender Verschraubung wird die Verschraubung aktiv geübt.
Integraler Bestandteil der Behandlung ist das Fuss- und Beinachsentraining mit praktischer Umsetzung im Alltag, in der Freizeit und im Beruf.
Klumpfuss wirkungsvoll behandeln
Die Therapie von Klumpfuss orientiert sich am Grad der Fehlstellung und dem Beschwerdebild des Patienten. Mit der Spiraldynamik® Therapie lassen sich diese effektiv und wirksam behandeln.
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Die Behandlung des Klumpfusses nach der Ponseti-Methode beginnt kurz nach der Geburt, idealerweise zwischen der ersten und zweiten Lebenswoche. Dieser frühe Beginn ermöglicht es, die Fussfehlstellung effektiver zu korrigieren, da die Bänder, Sehnen und Gelenke des Neugeborenen noch sehr flexibel sind und besser auf die Behandlung ansprechen. Der Behandlungsprozess umfasst das wöchentliche Anlegen von Gipsverbänden, die den Fuss schrittweise in die richtige Position bringen.
Nach etwa 5 bis 8 Wochen wird in vielen Fällen eine kleine Operation (Achillotenotomie) durchgeführt, um die Achillessehne zu verlängern. Anschliessend wird der Fuss erneut eingegipst, um die korrigierte Position zu stabilisieren.
Therapie residueller Klumpfuss
Erneute Gipsbehandlung nach Ponseti: Je nach Alter und Ausmass der Deformität ist ein erneuter Versuch sinnvoll, um den Fuss durch Gipsverbände zu korrigieren.
Schienen oder Orthesen: Verwendung von speziellen Schienen oder Orthesen, um die Fussstellung zu stabilisieren und Rückfälle zu verhindern.
Aktive Übungstherapie: Gezielte Übungen zur Stärkung der Muskulatur und Verbesserung der Beweglichkeit im Fuss.
Operation
Operative Korrekturen vom Klumpfuss-Fehlstellung waren früher die Regel und werden heute sehr selten durchgeführt. In einigen Fällen kann eine erneute oder zusätzliche Operation erforderlich sein, um verbleibende Deformitäten zu korrigieren.
Tipp
Klumpfüsse in den ersten Lebenswochen nach der Ponseti-Methode mit wöchentlichen Gipsverbänden behandeln – ggf. inklusive Verlängerungsschnitt der Achillessehne. Bei residuellen Klumpfüssen hat sich die «Spiraldynamik» als Therapiemethode bewährt.
Klumpfuss kann effizient und wirkungsvoll behandelt werden.
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