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Tibialis-anterior-Syndrom

Schmerzen entlang der vorderen Schienbeinkante?

Übungen können helfen

Fuss- und Beinachsen zu optimieren

Schmerzen zu lindern

Tibialis-anterior-Syndrom

Überlastung, Kompartement-Syndrom und Fallfuss

Definition

Schmerzhafte Entzündung des vorderen Schienbeinmuskels bzw. Schädigung der Sehne mit Ansatz am Fussrist auf der Innenseite.

Artikelübersicht Tibialis-anterior-Syndrom

Das Problem

  • Der vordere Schienbeinmuskel ist der wichtigste Muskel zum Anheben des Fusses. Am Anfang der Probleme steht oft eine unerkannte Überlastung dieses für das Gehen äusserst wichtigen Muskels.
  • Der vordere Schienbeinmuskel ist rundum von straffem Bindegewebe umhüllt. Er ist der Muskel des menschlichen Körpers, der am engsten «eingepackt» ist. Schwillt der Muskel an – beispielsweise beim Bergaufgehen mit schweren Schuhen – kann er sich nicht ausdehnen. Es kommt zum Druckanstieg im Muskel, in der Folge zur Minderdurchblutung (Kompartement-Syndrom) bis hin zum Absterben des Muskels (Muskelnekrose).
  • Durch chronische Fehlbelastung und sportliche Überlastung kann es zu Entzündung und schleichender Schädigung der Sehne im Ansatzbereich am Fuss kommen bis hin zum Abriss der Sehne.
  • Reisst die Sehne, kommt es zum plötzlichen «Fallfuss» – der Fuss kann beim Gehen nicht mehr angehoben werden. Dieser «mechanische Fallfuss» durch Sehnenabriss ist vom «neurologischen Fallfuss» durch Nervenschädigung zu unterscheiden.

Spiraldynamik® Therapie

  • Prävention: Fuss- und Beinachsentraining mit Fokus «Stehen, Gehen, Laufen» sowie Anwendung im Sport.
  • Gezielte Entlastung des Tibialis-anterior Muskels und seiner Sehne durch 1. Aktivierung der Vorfussmuskulatur (Impulszentrum beim Abstossen) und 2. Aktivierung des Hüftbeugemuskels (oft wird das Bein zu wenig angehoben).
  • Spiraldynamik®-Bort-Bandage; Einlagen und Schuhversorgung.

Tibialis-anterior-Syndrom wirkungsvoll behandeln

Die Therapie des Tibialis-anterior-Syndroms orientiert sich an der Überlastung, Fehlhaltung und dem Beschwerdebild des Patienten. Mit der Spiraldynamik® Therapie lassen sich diese effektiv und wirksam behandeln.

Kontaktiere unsere Spezialisten - wir unterstützen dich gerne!

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Operation Ja oder Nein?

Prävention

  • Schrittweise Steigerung der Belastung: Um eine Überlastung zu vermeiden, sollte die Belastung langsam und graduell gesteigert werden, besonders bei sportlichen Aktivitäten wie Laufen oder Sprungübungen.
  • Geeignetes Schuhwerk: Das Tragen von schweren Schuhen ist zu vermeiden, insbesondere beim Bergaufgehen. Leichtes Schuhwerk mit ausreichender Dämpfung und guter Passform ist von Vorteil.
  • Aufwärmen und Dehnen: Ein gutes Aufwärmprogramm vor dem Sport und regelmässiges Dehnen der Beinmuskulatur inklusive Musculus tibialis anterior helfen, die Muskulatur geschmeidig zu halten und Verletzungen zu vermeiden.
  • Krafttraining: Regelmässiges Training zur Stärkung der gesamten Beinmuskulatur, einschliesslich der vorderen Unterschenkelmuskulatur, kann die Belastbarkeit erhöhen und Überlastungen vorbeugen.

Therapie

  • Ruhe und Schonung: Bei einer akuten Überlastung ist es wichtig, dem betroffenen Muskel Ruhe zu gönnen und die Belastung zu reduzieren.
  • Kältebehandlung: Kühlen kann helfen, Schwellungen und Schmerzen zu lindern – 2-3 täglich für etwa 15-20 Minuten.
  • Dehnübungen: Sanfte Dehnübungen für den M. tibialis anterior können helfen, die Muskulatur zu entspannen und die Beweglichkeit zu verbessern.
  • Manuelle Therapie: Massagen und Hands-on Techniken helfen, Verspannungen zu lösen.
  • Medikamente: In einigen Fällen können entzündungshemmende Medikamente zur Schmerzlinderung und Reduktion von Entzündungen beitragen.
  • Langsame Wiederaufnahme der Aktivität: Nach einer Überlastung sollte die Rückkehr zu normalen Aktivitäten schrittweise erfolgen, um eine erneute Überlastung zu vermeiden.
  • Ursachenforschung: Möglichst frühzeitig gilt es die Ursache(n) der Überlastung zu erkennen und zu eliminieren (klinische Gang-, Lauf- und Bewegungsanalyse).
  • Bei starken und anhaltenden Schmerzen im Muskel vorne am Schienbein gilt es ein «Kompartment-Syndrom» mittels Druckmessung auszuschliessen.
  • Bei Vorliegen eines Fallfusses ist entweder die Sehne abgerissen oder der vordere Schienbeinmuskel ist durch eine Nervenschädigung gelähmt. Therapie gemäss Ursache.

Operation

  • Chronische Kompartmentsyndrome: Bei Vorliegen eines chronischen Kompartmentsyndroms – der Druck in den Muskellogen des Unterschenkels ist dauerhaft erhöht und die konservative Therapie ohne Erfolg – kann eine Fasziotomie notwendig sein. Hierbei wird die Faszie, die den Muskel umgibt, chirurgisch gespalten, um den Druck im Muskel zu entlasten. Diese Operation wird auch bei chronischen Kompartmentsyndromen anderer Muskeln angewandt.
  • Sehnenriss oder -verletzung: Wenn es zu einem (Ab-) Riss oder einer schweren Verletzung der Sehne des M. tibialis anterior kommt, die nicht durch konservative Methoden geheilt werden kann, ist eine chirurgische Sehnenreparatur erforderlich.
  • Nicht heilende Tendinopathien: Bei schwerwiegenden Fällen von Sehnenentzündungen (Tendinopathien), die auf keine konservative Behandlung ansprechen und den Alltag des Patienten erheblich beeinträchtigen, kann eine Operation zur Entfernung des entzündeten Gewebes und zur Reparatur der Sehne in Erwägung gezogen werden.

Tipp

Bei Überlastung des vorderen Schienbeinmuskels im Sport oder beim Wandern gilt es den Bewegungsablauf frühzeitig und genau zu analysieren, Fehlbelastungen zu erkennen und zu eliminieren. Schwere Schuhe sind der Feind des M tibialis anterior. Die Aktivierung der kurzen Vorfussmuskulatur und der Hüftbeugemuskulatur sind zentraler Bestandteil der funktionellen Therapie.

Patientenbeispiel

Verschaffe dir einen Eindruck.

Im Video erzählt Cornelia Schweizer von ihrem Tiabialis-Anterior Syndrom, wie sie es in den Griff bekommen hat und heute schmerzfrei ist.

Wiedergabezeit 12 min 02 sec.

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