Sex kann Energiequelle sein – oder Stressfaktor. Er belebt, verbindet, heilt. Gleichzeitig steht er in Konkurrenz zu Stresshormonen, ist ideologisch belastet und gesellschaftlich umkämpft. Wer Sexualität versteht, entdeckt ein Potenzial für Gesundheit, Nähe und Lebenskraft – Vortrag mit Dr. med. Christian Larsen am 16. September 2026 in Zürich. Herzlich willkommen. Die Kernbotschaften in dieser News ...
Fünf Gründe machen Sexualität & Stress zu einem eigenständigen Thema, wenn es um Lebenskraft und «erneuerbare Energie» geht:
Südindische Tempel zeigen Kamasutra ohne Tabu. In den 1960ern untersuchten William Masters und Virginia Johnson erstmals wissenschaftlich den menschlichen Sexualzyklus und prägten die moderne Sexualtherapie. Später brachten Osho und Diana Richardson eine neue Sprache für Intimität: Slow Sex, Achtsamkeit, Begegnung. Heute sehen wir das Gegenteil: Jugendliche, die aus Angst vor Blossstellung nach dem Sport nicht mehr duschen. Digitalisierung hat Nähe und Flirt verkompliziert – ein Alarmsignal für Gesellschaft und Gesundheit.
Zwei Systeme sind bestimmend: Hormone und vegetatives Nervensystem.
Hormone: Oxytocin, das Kuschelhormon, schafft Verbundenheit – bei Geburt, Verliebtsein, Nähe. Es wirkt auf Schlaf, Wohlbefinden und Bindungsfähigkeit.
Nervensystem: Sympathikus (Adrenalin, Kampf-Flucht) und Parasympathikus (Vagus, Entspannung, Nähe) wirken zusammen. Liebesspiel braucht Entspannung, Orgasmus die Balance beider Systeme. Faszinierend: Totstellreflex und Orgasmus – zwei Extreme desselben komplexen Zusammenspiels.
Aus Cholesterin entstehen entweder Cortisol (Stress) oder Sexualhormone (Östrogen, Testosteron, Progesteron). Dauerstress blockiert Lust. Umgekehrt baut erfüllte Sexualität Stress ab. Moderne neurobiologische Stressdiagnostik – Cortisol im Speichel, Neuro-Metabolite im Urin, HRV-Messung – zeigt die Balance schwarz auf weiss.
Praktische Übung: Sex oder Stress – spüre, welcher Modus in deinem Körper dominiert.
Sex ist Biologie: Chromosomen, Hormone, Körpermerkmale. Gender ist Kultur: Identität, Rollen, Sprache. Zwischen beidem herrscht Spannung. Gesellschaftlich spaltet das Thema, wie einst Pandemie oder Politik. Meine Haltung: neutrale Zone – Toleranz und Integration. Denn ohne integrative Sicht droht gesellschaftlicher Bruch.
Die meisten Beziehungen scheitern in Phase 2 oder 3. Wer Phase 4 erreicht, gewinnt Stabilität und oft neue Formen der Intimität
Praktische Übung: Standortbestimmung – nächster Schritt?
Q&A: Genügend Zeit für Fragen, Antworten und Tipps
Fünf Quellen der Lebenskraft – Atem, Ernährung, Bewegung, Sexualität & Stress, Schlaf & Bewusstsein – bilden die Grundlage für Vitalität und Wohlbefinden. Erlebe, wie wissenschaftliche Erkenntnisse, praktische Übungen und alltagsnahe Tipps dein Leben bereichern.
The Big Five – die fünf Quellen von Gesundheit, Vitalität und Wohlbefinden Vortragsreihe 2026
Zürich, direkt am Schaffhauserplatz (Hofwiesenstrasse 2, 8057 Zürich)
jeweils Mittwoch, 19:00 – 20:30 Uhr (inklusive Q&A)
Atem: 15. April 2026
Ernährung: 20. Mai 2026
Bewegung: 24. Juni 2026
Sexualität & Stress: 16. September 2026
Schlaf & Bewusstsein: 28. Oktober 2026
Vortragender: Dr. med. Christian Larsen
Kosten: CHF 40 pro Abend
Präsenz-Teilnehmerzahl beschränkt, Berücksichtigung gemäss Eingang
Dieser Vortrag ist Teil der Serie The Big Five. Nach Atem, Ernährung, Bewegung und Sexualität folgt das letzte grosse Thema «Schlaf – Regeneration des Bewusstseins von innen». Am 14. November 2026 fliessen alle fünf Themen am my health congress zu einem Ganzen zusammen.
Jetzt zum my health congress anmeldenChristian Larsen
August 2026