Migräne

Gefässkrampf und Botenstoffe

Definition

Die Migräne ist gekennzeichnet durch Halbseitenkopfschmerzen begleitet von vegetativen Symptomen wie Lichtscheu, Übelkeit und Erbrechen. Fakultativ hinzukommen Sehstörungen – klassisch ist das Sehen einer Aura. Als Ursache diskutiert werden genetische Veranlagung, Gefässkrämpfe mit Minderdurchblutung, Nervenreizungen sowie Verschiebungen der Botenstoffe (Serotonin) im Gehirn.

Das Problem

  • Muskelverspannungen im Nacken spielen eine Rolle als Auslöser (Trigger) der Migräne
  • Der Sympathikus-Grenzstrang beidseits der Halswirbelsäule beeinflusst die Gefässregulation
  • Chronische Irritation der Wirbelgelenke und des Grenzstrang wirken als negative Co-Faktoren im Langzeitverlauf.

Spiraldynamik® Therapie

  • Bei Mischformen von Migräne und Spannungskopfschmerz können Erfolge erzielt werden
  • Fokus: Mechanische Entlastung der Nackenmuskulatur, des Grenzstrangs und der Kopfgelenke
  • Die Gefässkrämpfe im Gehirn und die Verschiebungen der Botenstoffe  können mittels funktioneller Therapie nicht direkt beeinflusst werden und gehören in die Domaine der Pharmakotherapie.

Operation Ja oder Nein?

Therapie

Funktionelle Therapien stehen nicht im Vordergrund. Die Therapie der Migräne erfolgt in erster Linie medikamentös. Gut belegten Nutzen gibt es beispielsweise für Sumatriptan, für Medikamente vom Typ Voltaren und für Paracetamol. Akupunktur hat sich als wirksame Migräne-Prophylaxe erwiesen, während bei den oft angewandten Antidepressiva   vom Typ SSRI dieser Nutzennachweis bis heute fehlt.

Operation

«Operative Eingriffe» stehen bei Migräne extrem selten zur Diskussion. Beispielsweise werden bei schwersten Kopfschmerzen und Migräne Nerven-Infiltrationen am Hals (Stellatum-Blockade) durchgeführt – allerdings ohne wissenschaftlich nachgewiesenen Nutzen.

Tipp

Bei Fehlen der Spannungskopfschmerz-Komponente ist von einer Spiraldynamik® Therapie keine Wirkung zu erwarten.

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