Der Bandscheibenvorfall entsteht durch Rissbildung im Faserring der Bandscheibe, es kommt zum Austritt von Bandscheibenmaterial nach hinten und/oder zur Seite hin. Je nach Lokalisation und Ausmass des Vorfalls kommt es zur Schädigung der Nervenwurzeln – was die typischen Bandscheiben-Beschwerden im Bein erklärt: Schmerzen, Taubheitsgefühl und Lähmung im Bein. Typisch ist zudem die Schmerzauslösung im Bein durch Husten und Niessen sowie durch Anheben des gestreckten Beins in Rückenlage.
Chronische Fehlbelastung beispielsweise durch Drehbewegungen im Hohlkreuz scheuern den Faserring der Bandscheiben hinten durch.
Durch feine Risse quillt Bandscheibenmaterial in den Rückenmarkkanal. Auslöser sind meist Vorbeugen im Sitzen oder im Stehen. Um ein weiteres Austreten zu verhindern sind Vorbeugen für mehrere Monate konsequent zu vermeiden.
Die Beinschmerzen entstehen mechanisch durch Kompression des Nervs und chemisch durch das sehr saure Bandscheibenmaterial.
Spiraldynamik® Therapie
Gezielte Entlastung der Nervenwurzel in Abhängigkeit von der genauen Lokalisation des Bandscheibenvorfalls [median, paramedian, rezessal, foraminal].
Transfer der Entlastungshaltung ins Sitzen und Gehen; Vermeidung von Vorbeugen im Alltag
Nach der Akutphase müssen chronische Fehlbelastungen identifiziert und korrigiert werden.
Bandscheibenvorfall wirkungsvoll behandeln
Die Therapie von Bandscheibenvorfall orientiert sich an der Fehlhaltung, der Fehlbelastung und dem Beschwerdebild des Patienten. Mit der Spiraldynamik® Therapie lassen sich diese effektiv und wirksam behandeln.
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Bandscheibenvorfälle haben eine hohe Selbstheilungsrate, in vielen Fällen sind Zuwarten und konservative Therapie genau richtig. Funktionelle Therapien bestehen aus Verhaltensinstruktion, Manipulationen/Mobilisationen und Übungsprogrammen. Verschiedene Protokolle empfehlen ein abgestuftes Vorgehen. Zunehmend setzt sich die Erkenntnis durch, dass die Position des Kopfes eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Schmerzen und Problemen im unteren Rücken spielt. Bei mechanischer Nervenkompression kommt der genauen Lokalisation und einer darauf abgestimmt funktionellen Therapie entscheidende Bedeutung zu.
Zudem gibt es Wirkungsbelege gibt es für Schwingungstherapie, Dry Needling, gezielte Aufklärung, Reiki Therapie und Traditionelle Chinesische Medizin.
Operation
Die mikrochirurgische Druckentlastung des Nervs vermag bei sorgfältig ausgewählten Patienten die akuten Schmerzen rascher zu beseitigen als nicht-operative Massnahmen:
Eine notfallmässige Dekompression ist angezeigt bei Schmerz & Taubheit und Lähmung in beiden Beinen oder bei Funktionsstörungen von Darm und Harnblase
Reguläre Dekompression beim Auftreten von Lähmung in einem Bein
Andauernde starke Schmerzen trotz Schmerzmittel und Therapie während Wochen.
Nach einer erfolgreichen Bandscheibenoperation ist mit einer Abnahme der Beinschmerzen zu rechnen, gleichzeitig ist Zunahme der Rückenschmerzen möglich. In 20-30 % muss aufgrund von Blutungen, erneutem Bandscheibenvorfall oder Narbenbildung im Verlaufe zweier Jahre nochmals nachoperiert werden. Es gibt positive und negative Risikofaktoren für das Operationsergebnis: Positiv sind starke Beinschmerzen, kurze Dauer der Beschwerden, junges Alter und gute Gesundheit. Negative Vorhersagekraft haben lange Krankheitsdauer, vorbestehende Rückenschmerzen, längere Arbeitsunfähigkeit.
4-6 Wochen postoperativ ist eine Rehabilitation sinnvoll. Die Chancen auf Rückkehr zum (Hoch-) Leistungssport wird durch eine operative Dekompression nicht erhöht, hier besteht Forschungsbedarf.
Tipp
Bei Bandscheibenvorfällen mit Schmerz und signifikanter Lähmung ist die rasche operative Dekompression angezeigt, um eine dauerhafte Schädigung des Nervs zu vermeiden. Bei Schmerzen ohne signifikante Lähmung lohnt es sich, Geduld in das nicht-operative Vorgehen und investieren: Bandscheibenvorfälle haben eine hohe Selbstheilungsrate, während die operative Dekompression eine relativ hohe Komplikationsrate hat.
Clip & klar erklärt
Die wichtigsten Informationen, auf den Punkt gebracht, verständlich aus erster Hand.
Erfahre hier, was es aus ärztlicher Sicht über den Bandscheibenvorfall, mögliche Therapien, Herangehensweisen und Operationen zu sagen gibt.
Wiedergabezeit 4 min 30 sec.
Übung
Verschaffe Dir einen Eindruck.
Die Befähigung zur Selbsthilfe ist ein Grundpfeiler der Therapie. Die richtige Bewegung musst Du lernen und verinnerlichen. Dein Alltag bietet Dir das Übungsfeld.
Wiedergabezeit 1 min 14 sec.
Patientenbeispiele
Bandschreibenvorfall ohne Operation überwunden
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Leslie Krumwiede berichtet von Ihren Erfahrungen.
Plötzlich trat der akute Bandscheibenvorfall auf, eine Herausforderung für Arzt, Therapie und Patientin. Erfahre mehr!
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Bandscheibenvorfall erfolgreich therapiert
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Patienten sagen
Nach der schockierenden Diagnose „Akuter Bandscheibenvorfall“ erhielt die 35-jährige Gloria Pagnoncini eine freudige Nachricht – sie war schwanger. Doch was bedeutete das für den Rücken? “Ich habe einen Mittelweg gefunden, der für beides gut ist“, sagt sie. „Ich habe gelernt, die Wirbelsäule zu entlasten und die Bauchmuskulatur zu stärken. Ich muss dabei extrem auf meinen Körper hören.„
Gloria Pagnoncini
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Mein linker Fuss war aufgrund eines geschädigten Nervs nach einem Bandscheibenvorfall teilweise gelähmt. Beim Gehen stolperte ich immer über den Fuss Die Lähmung ist zwar unwiderruflich, doch hat Spiraldynamik® geholfen, das Stolpern zu vermindern. Mir geht es jetzt sehr gut und ich beginne nun eine zweite Therapie-Serie mit dem Ziel, meine Muskulatur zu kräftigen.
Kai Müller
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Bewegen ist wichtig, aber gezieltes Bewegen ist nützlicher! Da hat mir die Spiraldynamik® sehr geholfen.
Edith Häne
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Bandscheibenvorfall kann effizient und wirkungsvoll behandelt werden
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