Bandscheiben-Degeneration bedeutet Bandscheibenverschleiss. Die Bandscheibe verliert zunächst an Elastizität (Wasserverlust), später an Höhe (Substanzverlust). Damit einhergehend kommt es zum Verlust von Beweglichkeit und Belastbarkeit. Dieser normale Alterungsprozess ist typischerweise mit Morgensteifigkeit aber nicht mit massiven Schmerzen verbunden.
Chronische Bandscheibenabnutzung gehört zum normalen Alterungsprozess der Wirbelsäule, damit verbundene Beschwerden werden grundsätzlich konservativ behandelt. Seit Jahrzehnten wird die Regeneration und der biologische Zellersatz der Bandscheiben und erforscht – bis heute ohne breite klinische Anwendung.
Operative Eingriffe stehen erst bei Vorliegen einer fassbaren Zusatzerkrankung der Wirbelsäule wie Instabilität, schwere Arthrose oder Spinalkanalverengung zur Diskussion wobei die wissenschaftliche Diskussion, ob operative Eingriffe bessere Ergebnisse erzielen als funktionelle Therapie, derzeit voll im Gang ist. Wirbelsäulenversteifung haben keinen sicher nachweisbaren positiven Effekt auf den Verlauf chronischer Bandscheibenschmerzen. Zwei grundsätzlich verschiedene Operationsverfahren stehen sich gegenüber: Versteifung der betroffenen Segmente auf der einen Seite, künstliche Bandscheiben auf der anderen Seite. Die Datenlage ist derzeit unklar, die weiteren Entwicklungen bleiben abzuwarten.
Der häufigste Fehler bei der konservativen Behandlung von Bandscheibenleiden besteht, darin, die biomechanischen Ursachen zu ergründen. Fazit: Keine Therapie ohne vorangegangene genaue Analyse. Der zweithäufigste Fehler besteht darin, unspezifisch-kräftigend zu behandeln. Jedes zu viel und zu wenig in enger Nachbarschaft muss gezielt angegangen werden.
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Erfahre hier, was es aus ärztlicher Sicht über den Bandscheibenvorfall, mögliche Therapien, Herangehensweisen und Operationen zu sagen gibt.
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