Die Kniescheibe springt teilweise (Instabilität, Subluxation) oder ganz (Luxation) aus ihrer Führungsrinne meist seitlich raus.
Funktionelle Therapien stehen im Vordergrund: Fuss- und Beinachsentraining unter spezieller Berücksichtigung der ossären Torsionen der Knochen, der Beweglichkeit im gestreckten Hüftgelenk und der funktionellen Drehrichtungen im Kniegelenk. Damit lässt sich die Mehrheit aller Instabilitäten nachhaltig behandeln [eigene Erfahrungen]. Ergänzendes Taping verbessert die Wahrnehmung.
Operative Eingriffe zielen auf die (Wieder) Herstellung anatomisch normaler Verhältnisse – insbesondere im Kindesalter. Entscheidend ist es, zunächst die Ursache der Instabilität zu ergründen. Das darauf aufbauende Spektrum möglicher Eingriffe umfasst die chirurgische Vertiefung der Führungsrinne, die Refixation der Kniescheiben-Haltebänder,
das Versetzen des Quadrizeps-Sehnenansatzes und der kontrollierte Knochenbruch bei Maltorsion.
Speziell die erstmalige Patellaluxation ist strikt im Gesamtkontext der individuellen Anatomie und allfälliger Verletzungen zu sehen. Bei chronischer Instabilität und wiederholten Luxation im Erwachsenenalter wird der Nutzen eines operatives Vorgehens derzeit sehr kritisch und kontrovers diskutiert. Jedem Eingriff sollte eine konsequente funktionelle Therapie vorangehen.
Der Erfolg des Spiraldynamik® Beinachsentrainings stellt sich nach wenigen Therapieeinheiten ein, sofern das Problem funktionell behandelbar ist. Bei chronischen Kniebeschwerden im Kindesalter mit schwereren Fehlform von Kniescheibe und Führungsrinne ermöglicht nur die Operation eine Wiederherstellung anatomisch normaler Verhältnisse. Gleiches gilt bei traumatischen Verletzungen im Erwachsenenalter – beispielsweise der Haltebänder (MPFL) auf der Knie-Innenseite.
Die wichtigsten Informationen, auf den Punkt gebracht, verständlich aus erster Hand.
Erfahre hier, was es aus ärztlicher Sicht über die Patella Luxation, mögliche Therapien, Herangehensweisen und Operationen zu sagen gibt.
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Verschaffe dir einen Eindruck.
Die Befähigung zur Selbsthilfe ist ein Grundpfeiler der Therapie. Die richtige Bewegung musst du lernen und verinnerlichen. Dein Alltag bietet dir das Übungsfeld.
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