Schulter verspannt

Verspannung statt Spannbreite

Definition

«Verspannte Schultern» ist ein Sammelbegriff für Verspannungsempfindungen im Schulter-Nackenbereich. Am häufigsten betreffen die Muskelverspannungen den Kapuzenmuskel (M. trapezius) und den Schulterblattheber (M. levator scapulae), die Verkürzungen betreffen den kleinen Brustmuskel (M. pectoralis minor) und den vorderen Sägemuskel (M. serratus anterior). Selten liegen andere Ursachen vor wie Störungen im Schultergelenk selbst oder Probleme der Halswirbelsäule mit Schmerzausstrahlung in die Schulter. Manchmal kann es durch die Verkürzungen des kleinen Brustmuskels zur Beengung der Gefäss- und Nervenleitungen in den Arm kommen (Thoracic Outlet Syndrom).

Das Problem

  • Die gesamte Schulter rollt nach vorne und oben, der kleine Brustmuskel verkürzt sich
  • Das Schulterblatt rutscht mit nach vorne, liegt nun seitlich am Brustkorb statt hinten am Rücken
  • Durch das «Nach-vorne-Rollen» der Schulter kommt es zu Dezentrierung im Schultergelenk selbst.

Spiraldynamik® Therapie

  • Der verkürzte Brustmuskel (M pectoralis minor) wird gelöst, die Schulter rollt zurück nach hinten
  • Das Schulterblatt dreht und gleitet hinten am Rücken in die Breite – nicht zur Wirbelsäule hin
  • Der Humerus sinkt im Schultergelenk nach unten in die Breite – was das Schultergelenk zentriert.

Operation Ja oder Nein?

Therapie

Funktionelle Therapien stehen im Vordergrund. Die Behandlung verspannter Muskeln im Schulterbereich muss an den Ursachen ansetzen, es sind dies in erster Linie Fehlbelastung – bedingt durch ewiges Sitzen in vorüber gebeugter Stellung – und psychischer Stress. Nachweislich positiv gegen verspannte Muskeln wirken  – zumindest vorübergehend –aktive Massnahmen wie Kräftigung und Stretching. Belegten Nutzen gibt es zudem für Massage und  Verhaltenstherapie. Bei schweren und schwersten Muskelverspannungen gelangen auch Botox-Infiltrationen erfolgreich zum Einsatz.

Operation

Keine Indikation.

Tipp

«Zuerst die Länge, dann die Breite». Auf einem Rundrücken finden die flachen Schulterblätter keinen Halt und rutschen immer wieder nach vorne. Deshalb gilt es zunächst die Wirbelsäule in die Länge aufzurichten und dann erst, die Schultern in die Breite zu entspannen.

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