Tatort Schwangerschaft – Wie in der Kindheit die Krankheiten des Alters entstehen

EVENT | Am 6. bis 7. April 2019 findet in Frankfurt der Spitzen-Kongress „Tatort Schwangerschaft“ statt. Sechs Fragen an den Initiator Prof. Jörg Spitz, warum es sich lohnt dabei zu sein: Live am Kongress, per Live-Stream oder später…

Eigentlich ist der Begriff „Schwangerschaft“ positiv besetzt: Ein neuer Erdenbürger ist unterwegs, was meist ein Anlass zu großer Freude in den betreffenden Familien ist. Diese Freude ist allerdings nicht mehr ungetrübt, weil seit einigen Jahren immer deutlicher wird, dass die Basis zahlreicher Erkrankungen des späteren Lebens bereits in der frühen Kindheit, und insbesondere während der Schwangerschaft gelegt wird. Aus diesem Grund hat Prof. Jörg Spitz und sein Team in diesem Jahr 19 Experten (darunter 5 aus den USA) eingeladen. An diesem Kongress erfahren Sie, wie sich der in der Schwangerschaft begründete Krankheits-Tsunami verhindern lässt.

Sechs  Fragen an Professor, das Interview führte Christian Larsen
Schwangerschaft ist der Inbegriff des Lebens, Tatort suggeriert Tötung. Warum «Tatort Schwangerschaft»?
Prof. Jörg Spitz: «Hier geht es nicht um die Tötung, sondern um die Schädigung des ungeborenen Lebens“

Das bedeutet konkret?
«Der Körper der schwangeren Frauen ist abhängig von seiner Umwelt. Ist die werdende Mutter nicht mit allem Notwendigem versorgt, ist auch das Ungeborene automatisch nicht mit allem Lebensnotwendigen versorgt – und erleidet Schäden.»

Wie äussert sich dies?
«Diese Schäden zeigen sich nicht sofort als Krankheiten beim Neugeborenen, vielmehr sind die Schädigungen Grundlage für spätere Krankheiten – wie zum Beispiel Diabetes, Herzkreislauf-Erkrankungen, Allergien und Autoimmunkrankheiten.»

Mängel und Belastungen durch Schadstoffe während der Schwangerschaft führen später zu den typischen Zivilisationskrankheiten? Ich dachte immer es sei der ungesunde Lebensstil?
«Beides ist richtig, und genau dies ist das Problem! Mängel während der Schwangerschaft, vorbelastete Kinder, Bewegungsmangel und Fastfood in der Jugend, Schwierigkeiten Kinder zu bekommen, künstliche Befruchtung, Belastungen während der Schwangerschaft…. Der Kreis schliesst sich – jede Generation aufs Neue.»

Welches sind die Ziele des Kongresses am 6.-7. April in Frankfurt?
«Diese Zusammenhänge und Erkenntnisse möchte ich der Öffentlichkeit präsentieren. Alle sollen wissen, was wirklich läuft. Schwangere und künftige Kinder sollen davon profitieren.»

Wie funktioniert der Livestream?
«Der gesamte Kongress wird ausgestrahlt, der erste Vortrag am Samstagmorgen und der erste Vortrag am Sonntagmorgen sind kostenlos. Buchungen sind für halbe Tage (€49) oder den ganzen Tag möglich. Wer den Event versäumt, kann den Gesamtkongress später als Paket runterladen.»

Prof Spitz, Danke für das Interview. Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Kongress.

Das Interview führte Christian Larsen
25. März 2019