Das Mikrobiom – Wie Sie es sich zum Freund machen



AUSPROBIERT:
Das Mikrobiom – die Gesamtheit aller Mikroorganismen Ihres Darmes – beeinflusst Ihre Gesundheit. Und dies ganz direkt: Nährstoffaufnahme, Entgiftung, Immunsystem, Hormonproduktion…

  1. Möchten Sie sich ausgeglichener, leistungsfähiger und wohler in Ihrer Haut fühlen? Dann lohnt es sich, Ihr Mikrobiom mit Hilfe von darmfreundlicher Ernährung, Probiotika und Stressreduktion zu pflegen. Verdauungsbeschwerden wie Blähungen oder Verstopfung gehören dann ebenfalls der Vergangenheit an. Selbst Organe wie die Leber oder das Gehirn haben direkte Verbindungen zur Darmgesundheit.

    Der Mensch verfügt insgesamt über ungefähr 21.000 verschiedene Gene. Alle Mikroben in unserem Körper zusammen genommen enthalten 4,4 Millionen Gene. So gesehen sind wir nur zu 0,5 Prozent menschlich. Das ist eher eine amüsante Tatsache als notwendiges Wissen, denn die Menge der Gene ist nicht entscheidend. Erst die Vielzahl der möglichen Eiweiss-Kombinationen, welche die Gene erzeugen können, begründet die Komplexität des menschlichen Organismus.

    Wichtig zu wissen sind zwei Dinge:

    • Die Mikroben-Gene arbeiten beim Betrieb Ihres Körpers mit Ihren menschlichen Genen sozusagen Hand in Hand zusammen. Sie leisten gute Dienste.
    • Zweitens hat die Entschlüsselung der Gene zu einer genaueren und zuverlässigen Stuhlanalytik beigetragen, weil heute nach dem Gen-Material der Bakterien gesucht werden kann.

    Viele mit dem Darm zusammenhängende Beschwerden oder Erkrankungen äussern sich klinisch nicht durch eine eindeutige Darm-Symptomatik. Würden Sie zum Beispiel hinter dauernder Müdigkeit, B12- oder Eisenmangel, wiederkehrenden Blasenentzündungen, Stimmungsschwankungen oder sogar hinter Hautproblemen ein handfestes Darmproblem mit Störung der Darmflora vermuten?

    Heute wird – wissenschaftlich begründet – der Darm mit einer Vielzahl chronischer Erkrankungen und Beschwerden in direkten Zusammenhang gebracht. Deswegen macht es überaus Sinn, sich bezüglich Ernährung und Lebensstil an den Bedürfnissen des Darms zu orientieren. Hier meine besten Tipps:

    Ernährungstipps:

    • Ernähren Sie sich mit natürlichen, echten Lebensmitteln. Kochen Sie möglichst selber, verzichten Sie auf industriell gefertigte Nahrungsmittel, Zusatzstoffe und Konservierungsmittel.
    • Die Hälfte Ihres Tellers sollte aus Gemüse bestehen, und zwar Ihrem Darm zuliebe aus gegartem Gemüse. Rohkost ist für die meisten Menschen schwer verdaulich.
    • Halten Sie zwischen den Mahlzeiten mindestens 4-5 Stunden Nahrungspause ein. Der Darm und auch die anderen Verdauungsorgane brauchen Zeit, um die Nahrung zu verarbeiten.
    • Trinken Sie genügend Wasser. Wasser ist ein Transport- und ein Reinigungsmittel. Tee zum Beispiel ist bereits eine gesättigte Flüssigkeit und kann weniger Stoffe aufnehmen.
    • Reduzieren Sie die Menge von Zucker, Alkohol und schnellen Kohlenhydraten wie Weissbrot, Reis und Kartoffeln… weil ein Zuviel davon den Stoffwechsel negativ beeinflusst, den Zuckerspiegel erhöht, Insulinspitzen begünstigt und Stresshormone im Körper produziert.
    • Nehmen Sie Probiotika und Präbiotika zu sich, um Ihre Darmflora zu unterstützen. Dies können fermentierte Gemüse wie Sauerkraut und Kimchi (koreanische Kohl-Pickles) oder Ballaststoffe aus Chicorée und Topinambur sein. Auch hochwertige Supplemente sind willkommen.

    Psychologische Tipps:

    • Beleuchten Sie Ihren Lebensstil und finden Sie Wege, diesen zu optimieren. Egal ob es um Ihre Familie und Ihre Beziehung, die tägliche Bewegung oder die Zeit für sich geht.
    • Darmgesundheit ist eine ganzheitliche Angelegenheit. Sorgen, Ärger, Perfektionismus und mangelndes Selbstwertgefühl bedeuten Stress, was den Darm negativ beeinflusst.
    • Die alleinige Einnahme von Darmsanierungsprodukten führt selten zu nachhaltigem Erfolg. Erst in Kombination mit Begleitmassnahmen aus den Bereichen Ernährung & Entgiftung, Selbstführung & Lifestyle-Optimierung gelangen Sie langfristig zu mehr Wohlbefinden und Gesundheit.

    Literaturtipps:

    • Um in die faszinierende Welt der Darmgesundheit einzutauchen, kann ich Ihnen das Buch «Die stille Macht der Mikroben» von Alanna Collen empfehlen.
    • Ist für Sie eher die Verbindung von Darm und Hirn interessant, dann lesen Sie unbedingt «Scheißschlau: Wie eine gesunde Darmflora unser Hirn fit hält» von David Perlmutter.
    • Und zum Thema Kraft der Gedanken und wie wir diese ändern können, empfehle ich die Bücher von Byron Katie und Joseph Murphys «Die Macht Ihres Unterbewusstseins: das Original».

    Persönliche Beratung
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    E-Mail: info@gruber-ernaehrung.ch

  2. Auf eine gute Darmgesundheit!

    Julia Gruber
    Ernährungs-Coach spezialisiert auf Darmgesundheit
    1. Februar 2020