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Impfen Ja! Nein! oder vielleicht? – das ist hier die Frage

MEDIZIN | Vor einem Monat habe ich eine E-Mail zum Thema verschickt. Unterschiedlicher hätten die Reaktionen nicht sein können. Lesen sie selbst wie die Fetzen fliegen – und worum es mir persönlich geht.

Beispiel gefällig? Et voilà:

  • «Es erstaunt mich nun sehr, dass aus eurer Ecke eine „Impfkampagne"kommt.»
    (Randnotiz: ein Fernseh-Journalist wollte mich gleich als Befürworter ins TV Studio einladen)
  • «Versuchen Sie weitere Leute von Verschwörungstheorien zu überzeugen?»
  • «Simona Gold ist ein Conspiracy Theorist (auch ein Terrorist).»
  •  «Wieso verfallt Ihr allesamt der Meinungsmache des Mainstreams?»
  • «Wieso äusserst sich Christian Larsen zu diesem Thema?»

Ich äussere mich zu diesem Thema, weil ich Arzt bin, weil ich während sechs Jahren ethnomedizinischer Reisen einiges gesehen und erlebt habe, weil ich nicht so ohne Weiteres dem Mainstream verfalle und, drittens, weil Patient*innen mich darum gebeten haben.

Wie Sie bestimmt wissen, gibt es kaum ein schwierigeres Unterfangen, als Menschen von einer vorgefassten Meinung abzubringen. Jeder hat seine eigenen Erfahrungen und seine persönlichen Ansichten. Und das ist ja auch gut so. Und das will ich auch nicht ändern.

Aber manchmal greift die vorgefasste Meinung sehr kurz, wie folgender Dialog zeigt. Ich: «Oh, Sie haben meinen Newsletter gelesen...Danke». Antwort: «Ja, aber nur den letzten Teil, der Teil für die Impfskeptiker – ich bin so oder so dagegen und lasse mich bestimmt nicht impfen». Worauf ich erwidere: «In der Rubrik für Unentschlossene hat es Informationen, die für einen Impfskeptiker wichtig und vielleicht gar lebensrettend sein können...». Nämlich die medikamentösen Behandlungserfolge von CoViD Patienten mit seit Jahrzehnten erprobten Medikamenten. Prompt kam die Antwort: «Ach so ist das, dann schau ich vielleicht doch besser nochmals rein...»

Wie steht es nun um die medikamentöse Behandlung von CoViD Patienten mit seit Jahrzehnten erprobten Medikamenten? Prof. Dr. med. Paul Vogt – Klinikleiter Herzchirurgie am Universitätsspital Zürich – kennt das Virus wie kaum ein anderer in der Schweiz: Er hat die Krankheit selber durchgemacht, behandelt täglich CoViD Patienten auf der Intensivstation und hat eine Gastprofessur in Wuhan/China inne. Aber das sehen längst nicht alle so! Ein Arztkollege beispielsweise diskreditiert eben genau diesen Erfahrungswert als «persönliches Geschwafel eines Herzchirurgen, der basierend auf subjektiven Erfahrungen seinen Titel missbraucht um allgemeine Empfehlungen abzugeben.» Dieses Statement muss nicht mal böse oder persönlich gemeint sein! Es zeigt vielmehr schonungslos, wie unterschiedlich die Welten zwischen subjektivem Erfahrungswissen und objektiver Studienevidenz sein können. Intensivmediziner... Epidemiologe... Hausarzt... politischer Entscheidungsträger...  Bürger... Patient.... Risikopatient – jeder lebt in seiner eigenen Realität. Das gilt übrigens auch für Sie und für mich.

Was mich angeht: Ich bin froh, dass es Ärzt*innen und Pflegepersonal gibt, die tagtäglich auf den Intensivstationen um das Leben CoViD Patient*innen kämpfen. Was die medikamentöse Behandlung von CoViD Patienten angeht, haben viele Ärzte weltweit ähnliche Erfahrungen wie Paul Vogt gemacht. So zum Beispiel Dr. med Pierre Kory von der Front Line COVID-19 Critical Care Alliance (FLCCC Alliance) in einem beachtenswerten und emotionalen Hearing vor dem US Senatsausschuss:

Fazit: Offensichtlich lassen sich situativ wirksame Medikamente gegen CoViD-19 nicht einfach vom Tisch wischen. Da stellt sich mir die Frage, warum genau dies immer wieder versucht wird? Jetzt kommt Dr. med. Simone Gold ins Spiel. Klar, die Ärztin steht politisch rechts – wie inzwischen jeder zweite Amerikaner, das wissen wir alle. Mich persönlich hat Simone Gold auf folgendes Geschehen aufmerksam gemacht – eine Geschichte, spannend wie ein Krimi – die ich für Sie in vier Akten zusammenzufassen versuche:

  • Hydroxychloroquin ist ein seit Jahrzehnten etabliertes Anti-Malaria und Anti-Rheumamittel. Das Medikament ist seit Jahrzehnten in den Tropen im Dauereinsatz und wird auch an Kinder verabreicht. Hydroxychloroquin wie auch Ivermectin (um ein anderes Beispiel zu nennen) wurden und werden von vielen Ärzte gegen CoViD eingesetzt.
  • In der renommierten Fachzeitschrift Lancet wurde zur Behandlung von CoViD mit Hydroxychloroquin Mitte 2020 eine grosse Studie publiziert: Fast 100'000 an CoViD erkrankte und hospitalisierte Patienten wurden in die Studie eingeschlossen (das sind ungewöhnlich viele Patienten). Die Datensammlung begann bereits am 20. Dezember 2019 (das ist ungewöhnlich früh). Zur Erinnerung: WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus hat erst am 11. März 2020 die Pandemie ausgerufen. In dieser Studie wurde – nachdem angeblich alle anderen Risikofaktoren wie Diabetes, vorbestehende Lungenkrankheiten, Immunsupression und Schweregrad der CoViD Erkrankung rausgerechnet wurden (das ist ungewöhnlich komplex) – Hydroxychloroquin für eine erhöhte Sterblichkeit von CoViD Patienten verantwortlich gemacht. Publiziert wurde die Studie am 22. Mai 2020 (das ging ungewöhnlich schnell).
  • So weit, so gut. Jetzt Akt 3, der springende Punkt: Nachdem mehrere Ärzte und Wissenschaftler die Studie kritisch analysiert und hinterfragt haben, stellte sich heraus: Die publizierten Daten sind nicht belastbar; in der Folge wurde die Studie sang und klanglos zurückgezogen. Offenbar wurden die bei hochkarätigen Publikation geltenden Sorgfalts- und Verfahrensregeln dieses eine Mal sträflich vernachlässigt. Aber es war zu spät: Weltweit hatte sich in Köpfen der Ärzte das Engramm festgesetzt: Hydroxychloroquin gegen CoViD – Nein Danke!
  • Diese (un-) wissenschaftliche Diskreditierung einer von vielen erfahrenen Ärzten als erfolgreich eingestuften Therapie mittels einer Hauruck-Studie von bedenklicher Qualität gibt mir zu denken. Ein Skandal? Ich weiss es nicht. Offen aber bleibt die Frage, warum sich Fachpresse und Mainstream Medien dieser Frage nicht intensiver angenommen haben? Was mir parallel zu diesem Informationsvakuum aufgefallen ist, mit welcher Vehemenz und in welch atemberaubendem Tempo eine Diffamierungskampagne gegen Dr. Simona Gold realisiert wurde, nachdem ihr Video viral ging.

Fazit: Es gibt unterschiedliche Realitäten und diese erfordern differenzierte Sichtweisen. Weniger Ideologie, mehr Diversität – weniger Empörung, mehr Toleranz. Ein Arztkollege aus Südafrika hat meine Intention auf den Punkt gebracht, er schreibt mir: «Es ist dies die erste Information über Corona, die einem kein Narrativ verkaufen möchte, sondern einem zutraut, sich selbst eine Meinung zu bilden» Im Weiteren fragt er mich: «Warum behandeln Sie Ihre Mitmenschen als vollmündige und selbständig denkende Bürger? Das ist unüblich und wirklich eine erfreulich Ausnahme. Dieser Ansatz der Ausgewogenheit, fehlt überall. Selbst die Ärzte sind voller Voreingenommenheit....»

Persönlich setzte ich meinen Anspruch auf Differenzierung und Toleranz so um:

  • Meinem 92-jährigen Schwiegerpapa rate ich zur schnellstmöglichen Impfung
  • Meiner 30-jährigen gesunden Tochter rate ich zum jetzigen Zeitpunkt von einer m-RNA Impfung ab
  • Ich selber – für den Moment – habe Artemesis annua sowie eine chinesische Kräutermixtur zur Stärkung meines Immunsystems besorgt. Zudem lebe ich gesund (mehr Schlaf, weniger Apéro, mehr Bewegung an der frischen Luft und ich habe ein paar Kilo abgespeckt...) und – sie erraten es – zudem habe ich mir je eine Packung Hydroxychloroquin und Ivermectin für den Fall der Fälle besorgt.

In diesem Sinne auf eine freie und tolerante Meinungsbildung!

4. März 2021
Dr. med. Christian Larsen

Hier ein Nachtrag zu meiner E-Mail vom 26. Jan 2021. Arztkollege :
Dr. med. Antonio Bonfiglio
hat mich drauf aufmerksam gemacht, dass der Wert von «100» missverstanden werden kann bei meiner Aussage, «es müssen über 100 Personen geimpft werden um eine Person wirksam zu schützen». Dieser Wert bezieht sich ausschliesslich auf die Studie zum Wirksamkeitsnachweis des mRNA Impfstoffes – und dort stimmt er. Reale Impfszenarien sehen dann so aus: Es braucht – so die Schätzungen – etwa 4 Impfungen, um eine Infektion zu vermeiden bzw. 400 Impfungen um einen Todesfall zu vermeiden. Kollege Bonfiglio hat mich gebeten, seine Einschätzung der Lage mit Ihnen zu teilen, was ich hiermit gerne mache – Dr. Bonfiglio im O-Ton: «Wir haben es hier mit einer Pandemie zu tun. Diese hört gemäss meinem Verständnis vermutlich erst dann auf, wenn vielleicht 70%-80% der Bevölkerung immun sind – entweder durch Erkrankung oder Impfung. Dann wird das Virus zunehmend endemisch sein, immer noch gelegentlich Leute befallen und ein paar wenige schwer krank  machen aber doch deutlich seltener und vor allem das Gesundheitswesen nicht zum Kollabieren bringen. Dies stimmt nur wenn die Immunität lebenslang bleibt. Sonst wird es noch komplizierter. Dann muss ständig mittels Erkrankung oder Impfung eine Herdenimmunität von 70-80% aufrecht erhalten bleiben. Ausser es passiert ein “Wunder”. Das Virus mutiert zu einem harmlosen Ding. Möglich ist aber auch, dass es aggressiver wird. Auf jeden Fall ist die absolute Risikoreduktion, wenn man davon ausgeht, dass wir in den nächsten paar Jahren fast alle entweder die Krankheit oder die Impfung durchmachen, durchaus fast gleich hoch wie die relative Risikoreduktion.»