Studie: Spiraldynamik®-Therapie bei Kniebeschwerden

Studie: Spiraldynamik®-Therapie bei Kniebeschwerden

MEDIZIN | Wirksame Behandlung und hohe Patientenzufriedenheit. Die Qualitätskontrollstudie wurde am 14. März 2017 im Journal of Physiotherapy & Physical Rehabilitation auf Englisch veröffentlicht.

Hintergrund
Kniebeschwerden zählen zu den häufigsten Behandlungsfeldern in der physiotherapeutischen Versorgung. Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass ein funktioneller und biomechanischer Zusammenhang zwischen Knie, Hüfte und Fuss besteht. Das komplementäre Bewegungs- und Therapiekonzept Spiraldynamik® kombiniert ganzheitliche Naturprinzipien, wie z.B. das Spiralprinzip, mit anatomisch-begründeter Bewegungsoptimierung. Gemäss Spiraldynamik®-Konzept ist die Funktionalität des Kniegelenks abhängig von Hüfte und Fuss. Eine Kniebehandlung kann dadurch ebenso eine Hüft- und Fussbehandlung beinhalten und integriert das Bein als Koordinationseinheit in die Therapie. Eine Vielzahl anatomischer Details weist darauf hin, dass der Anordnung von Knochen (z.B. die dreidimensionale Form des Femur), Gelenke (z.B. Dreh-Scharniergelenk des Knies), Bänder (z.B. Kreuzbänder) und Muskeln (z.B. M. sartorius, M. popliteus) übergeordnete Prinzipien zu Grunde liegen. Sie bilden die Grundlage für Bewegungsökonomie und Strukturgesundheit. Im Gegensatz dazu stehen Bewegungsineffizienz, Fehlbelastungen, Abnutzungen, Verletzungen, etc. als Folge eines „unsachgemässen“ Gebrauchs des Körpers. Ziel dieser Studie war die Erfolgskontrolle der spezifischen Spiraldynamik®-Therapie bei Patienten mit verschiedenen Kniebeschwerden.

Methode
Diese quasi-experimentelle Qualitätskontrollstudie wurde anhand der Ergebnismessungen des Activity Index vor und während der routinemässigen Therapie im Jahr 2016 in den Spiraldynamik® Med Centern Zürich, Basel und Bern erhoben. Insgesamt wurden 48 Patienten (m=16, w=32, Durchschnittsalter in Jahren: 52.7±17, min: 19, max: 89) mit Kniebeschwerden nachkontrolliert. Die Patienten absolvierten im Durchschnitt sechs 50-minütige Spiraldynamik®-Therapieeinheiten.

Ergebnisse
Maximale Schmerzen, durchschnittliche Schmerzen, Aktivitätseinschränkungen in Haushalt und Freizeit haben sich im Therapiezeitraum signifikant reduziert. Zusätzlich wurde eine hohe Patientenzufriedenheit erzielt. Es konnte ein positiver, nicht-signifikanter Einfluss auf die Schlafqualität und die Aktivitätseinschränkung im Beruf gemessen werden. Kaum Einfluss gab es auf den subjektiv wahrgenommenen Gesundheitszustand der Patienten.

Schlussfolgerung
Die Spiraldynamik®-Therapie kann bei der Behandlung von Patienten mit Kniebeschwerden dabei helfen, die Beschwerden bzw. Schmerzen und die Aktivitätseinschränkungen in Alltag und Freizeit effektiv zu reduzieren. Die Kausalität der Effekte ist aufgrund des Untersuchungsdesigns allerdings Einschränkungen ausgesetzt. Aus Sicht der Patienten besteht eine sehr hohe Zufriedenheit mit der durchgeführten Therapie.

Studie: Spiraldynamik®-Therapie bei Kniebeschwerden

Martin Pielok
1. Mai 2017