Meisterklasse: Spiraldynamik und Karate auf höchstem Niveau

Spiraldynamik News Archiv Portrait | Shihan Steve Lunt, Träger des 7. Dans und einer der acht Welt-Chefinstruktoren, traf sich vor den Karate Weltmeisterschaften mit Dr. med. Christian Larsen: Ein Bewegungs-Dialog auf der Ebene der Meister.

PortrÄts Shihan Steve Lunt, Träger des 7. Dans und einer der acht Welt-Chefinstruktoren, traf sich vor den Karate Weltmeisterschaften mit Dr. med. Christian Larsen: Ein Bewegungs-Dialog auf der Ebene der Meister.

Steve Lunt kämpfte sich seit 1969 in Windeseile in die englische Allstyle-Nationalmannschaft. Er war persönlicher Schüler des legendären Großmeisters Shigeru Kimura und wurde durch ihn 1979 zum Schweizer Chefinstruktor erkoren. Er leitet das Karate Dojo in Adliswil und sein Ruf zieht regelmäßig hochgradierte Karateschüler an. Das Zusammentreffen mit Christian Larsen erfolgte durch die Vermittlung von Robert Sutter: Selber Schwarzgurtträger und Karate-Trainer lernte er vor fast 20 Jahren Christian Larsen und Spiraldynamik kennen. Die Synergien waren dem Bewegungsprofi sofort klar, die transkulturelle Übereinstimmung verblüffte ihn und bestätigte ihm, dass hier zwei Meister ihres Faches zusammengefunden hatten.

Intelligente Bewegung ist lern- und definierbar

„Nimm die Schulter zurück“, weist der Arzt den Shihan an. „Nein, nein, ich nehme sie nach vorn, bringe sie in eine Linie mit meinem Körper,“ argumentiert der Shihan, „so bin ich schneller in der nächsten Bewegung.“ Nun wird es spannend, denn aus ihrer Kunst heraus haben sie beide recht: Die nach hinten verankerte Schulter vermittelt Bewegungsfreiheit und optimale Stabilität. Anderseits denkt der Sensei bereits in der Choreographie des Kampfes und somit zwei Schritte voraus. Nun beginnt die Suche nach der goldenen Lösung, der absoluten Stabilität und blitzschnellen Mobilität im Spiegel des Angreifers – die pure Dynamik. Ebenfalls entscheidend: die körperliche Sicherheit und Vermeidung von Verletzung oder zu starker Abnützung des Kämpfers. Daran wachsen beide Lehren, Karate und Spiraldynamik, zu neuen Erkenntnissen und noch mehr Klarheit. Der Kämpfer und der Arzt, beide auf höchstem Niveau der Gegenwart. Eine Begegnung, die von Offenheit, Respekt, Meisterschaft und glasklarem Bewusstsein inspiriert wird.

Auf den Spuren des Gründers

Diese Offenheit zeichnet den Meister aus wie einst Soke Kimura, den Gründer des Kimura Shikokai-Karate. Seine Meisterklasse relativierte er selbst als Status Quo der momentanen Technik. Er ermunterte seine Schüler, nicht in diesem Stil zu verharren, sondern weiter zu arbeiten an einem perfekten Stil der Zukunft. Als Kimura 1995 unerwartet starb, hinterließ er neben der neuen Karate-Schulung diesen Auftrag. Weitergehen: Ein Novum für die meisten Kampfsportarten, die sich meist auf die traditionelle Technik konzentrieren oder fixieren. Kimura-Shikokai findet Inspiration und Potential in dieser Offenheit.

Der Körper kennt die Antwort

Mit Spiraldynamik kann der Körper mit neuem Feintuning zu noch mehr Leistungsfähigkeit optimiert werden. Zudem werden Abnutzung und Verletzungsrisiken minimiert. So fällt Training auf doppelt fruchtbaren Boden. Sportler und Patienten finden so zu ihrer individuellen Bestform, für aktive Gesundheitsförderung und Leistungssteigerung für eine lange Sportkarriere und eine gesunde Zeit danach.

Bea Miescher
10. Mai 2008