Jahreskongress | 8. November 2014

Kongressbericht

Infos & Anmeldung

T +41 (0)43 222 58 68
F +41 (0)43 222 58 69

Bild zum Kongress Bewusstsein. Zwei alte Männer spielen Schach

«Bewusstsein», das Thema unseres Jahreskongresses 2014.

Bewusstsein ein erhebendes Lebensmotto. Bewusst im Körpersein, ein Ziel der Spiraldynamik® Bewegungsarbeit.Doch was ist Bewusstsein wirklich? Warum wirken Therapien besser,wenn das Bewusstsein mithilft? Wie spielen Bewusstsein und Gehirn zusammen? Was passiert im Gehirn, wenn der Mensch stirbt? Gibt es ein Bewusstsein ausserhalb des Körpers?

Namhafte Referenten geben Einsichten auf diese Fragen, berichten von ihren wissenschaftlichen Forschungsarbeiten, allesamt beseelt und fasziniert von der Komplexität und dem Wundervollen des menschlichen Bewusstseins. Die Bedeutung des Bewusstseins für die Gesundheit und das Wohlbefinden wird in der Medizin zunehmend erkannt. Dieser Schritt ist überfällig, ein Muss für alle im Gesundheitswesen tätigen Menschen.Es erwartet Sie ein spannender Mix aus Fakten, neuen Erkenntnissen, aus Persönlichem und Bewegendem - ideal für Menschen, die ihrem Berufsalltag mehr Sinn, neues Leben und eine visionäre Perspektive geben möchten.

WENN DAS BEWUSSTSEIN SICH ERWEITERT

 

Nahtoderfahrung | Neue medizinische Fakten und Erkenntnisse
Die Babyboomer haben die Welt grundlegend verändert und das «Jungbleiben» neu erfunden. Jetzt sind sie dabei, das Älterwerden» grundlegend zu verändern und das «Sterben» neu zu erfinden. Die Forschungsarbeiten des Pioniers Pim van Lommel bieten eine völlig neue Sicht auf das Phänomen «Sterben» und schliessen die Lücke zwischen objektiver Wissenschaft und subjektiver Erfahrung. Dieser Schritt ist überfällig, ein Muss für alle im Gesundheitswesen tätige Menschen. Gestorben wird trotzdem. In Zukunft aber anders! Die entscheidende Frage lautet: «Kann das menschliche Bewusstsein ausserhalb des Gehirns existieren?» Nahtoderlebnisse sind häufig, werden detailliert beschrieben, sind überprüfbar und verändern das Leben der Menschen die zurückkommen.

Pim van Lommel | Amsterdam
Pimvan Lommel, Kardiologe aus Arnheim, hat das Phänomen
wie kein anderer untersucht – medizinisch, kritisch,
akribisch – aber auch mutig und wegweisend. Er hat einen
Bestseller geschrieben mit dem viel versprechenden Titel
«Endloses Bewusstsein». In seinem Vortag wird er uns aktuelle
Langzeitstudien vorstellen, genau erklären was im Gehirn
passiert, wenn das Herz aufhört zu schlagen und uns neue
Erkenntnisse im Zusammenspiel zwischen Bewusstsein und
Gehirn vermitteln.

WENN DAS BEWUSSTSEIN SICH SELBST ÜBERLISTET

 

Plazeboforschung | Das Bewusstsein ist so wichtig wie die Therapie
Plazeboforschung ohne Plazebo. Zum Beispiel: Postoperative Schmerzbehandlung mit Morphinderivaten, wie sie überall und jeden Tag im Spital stattfindet. Gruppe A: Krankenschwester kommt ans Patientenbett, zieht gut sichtbar die Schmerzspritze, ein paar ermunternde Worte – kurzum: das volle Ritual mit Krankenschwester, Spritze und Anteilnahme. Gruppe B: Gleiches Medikament, gleiche Dosierung aber keine Krankenschwester; Der Computer appliziert das Medikament – irgendwann innert sechs Stunden nach der Operation. Kurzum: Der Patient bekommt das Medikament und weiss, dass er es bekommt,
aber er weiss nicht wann! Ausgewertet wird die Korrelation zwischen Zeitpunkt der Medikamentengabe und Schmerzreduktion. In der Gruppe A sinken die Schmerzen kurz nachdem die Krankenschwester… In der Gruppe B sinken
die Schmerzen ebenfalls – aber es besteht keine Korrelation zwischen dem Eintritt der Schmerzreduktion und Zeitpunkt der Medikamentengabe. Mit anderen Worten: Selbst stärkste Schmerzmittel funktionieren nicht ohne das
Bewusstsein.

Fabrizio Benedetti | Turin
Der Arzt und Physiologe aus Turin, gilt als Europas innovativster
Plazeboforscher. Mit seinen Studien schreibt Fabrizio Benedetti medizinische Geschichte und zeichnet eine detaillierte psycho-neuro-biologische Landkarte der Plazeboeffekte bezüglich Schmerz, Kognition und Bewegung… Wie wirken Plazeboeffekte? Bei Patienten? Im Leistungssport? Wann wirken Medikamente und Plazeboeffekte synergistisch und wann antagonistisch? Wie können im Gesundheitswesen tätige Fachkräfte Plazeboeffekte in der täglichen Praxis konkret nutzen und Nozeboeffekte vermeiden.

WENN DAS BEWUSSTSEIN SICH ERWEITERT

 

Neuroplastizität | Wenn der Mensch sich selbst neu entdeckt
Hirnschlag: Das zentralste und verletzlichste Organ des Menschen fällt aus und plötzlich ist alles anders. Der Mensch, seine Umwelt und das Leben selbst – nichts ist mehr wie zuvor. Ähnliches passiert bei Multiple Sklerose, Parkinson, Demenz & Co - den leisen Räubern der geistigen Präsenz und damit der
Autonomie. Schicksal? Wer weiss … aber nicht nur! Neuroplastizität heisst die Antwort der Natur.
Kein Tag vergeht, ohne dass Forscher und Kliniker neue Erkenntnisse über Neuroneogenese und Neuroplastizität zu Tage fördern. Es gibt spektakuläre Beispiele wie Eric Weihenmayer, der als erster und bisher einziger nicht-sehender Mensch 2002 den Mount Everest bestieg: Mit Hilfe einer Videokamera,
eines feinmaschigen Elektrodengitters auf der Zunge hat sein Gehirn neu «sehen» gelernt. Dem Gehirn ist es egal, woher es die Information bekommt. Elektrische Impulse gelangen ins Innere des Schädels und das Gehirn lernt damit zu «sehen», das Zungen-Interface ermöglicht Eric Weihenmayer ein
«Sehen mit der Zunge».

Jürg Kesselring | Valens
Jürg Kesselring, Professor für Neurologie und Klinikleiter,
führt uns durch die Geheimnisse der Neuroplastizität und
zeigt, wie wir diese in der Praxis anwenden können. Denn:
Selbst das von Demenz und Abbau betroffene Gehirn baut
ständig neue Hirnzellen auf. Es kann nicht anders, das
menschliche Gehirn will «immer weiter lernen».

WENN DAS BEWUSSTSEIN NICHT WEISS WARUM ES ETWAS WILL

 

Limbische Wesenstypen | Surfen im Spannungsfeld von Dominanz, Stimulanz und Balance
Das limbische System liegt tief verborgen im Innersten des menschlichen Gehirns und gilt als Sitz emotionaler Entscheidungen. Das Wesen jedes Menschen wird durch drei limbische Imperative geprägt: Dominanz (Macht, Status),
Balance (Sicherheit, Angstvermeidung) und Stimulanz (Risiko, Erleben, Abwechslung). Die drei Pole bestimmen auch die limbischen Wesenstypen des Menschen. Der dominante Typ will Macht, der stimulante Typ Abwechslung, der Balance
orientierte Typ Sicherheit. Hinzu kommen drei weitere klassische Mischtypen: Der Abenteurer (Dominanz-Stimulanz), der Disziplin-Mensch (Balance-Dominanz) und der Gemütlich-Tolerante (Balance-Stimulanz). Die insgesamt sechs limbischen Wesenstypen könnten unterschiedlicher nicht sein und prägen das individuelle Verhalten. Effektive Kommunikation kennt,
respektiert und nutzt die Regeln der limbischen Kommunikation zwischen den Wesenstypen.

Martin Amann | Zürich
Martin Amman, Marketing Spezialist aus Basel, ist ein Pionier
des limbischen Marketings. Sein Werdegang führt vom
Marketing über das Neuro-Marketing zum limbischen Marketing.
Als Erster hat er die Schweiz nach limbischen Kriterien
kartographiert. Er wird uns zeigen, wie Limbic funktioniert:
Was für ein limbischer Wesenstyp sind Sie? Wie erkenne ich
das Profil meines Gegenübers? Und: Wie nutze ich dies zur Positionierung meiner Arbeit, meiner Person oder meiner Praxis.

WENN DAS BEWUSSTSEIN DEN FOKUS

 

Stressforschung und Burnout | Persönlichkeit, Entwicklung und Schutzfaktoren
Stress steht ganz oben auf der Liste «Beeinträchtigung der Gesundheit am Arbeitsplatz». Jede zweite Person ist betroffen – insbesondere Fachleute des Gesundheitswesens. Frühsymptome werden oft verkannt und ignoriert. Dabei ist die «Physiologie des Stresses» greifbar nahe: Körperliche und physische Stressoren sind identifizierbar, Stressreaktionen direkt spürbar, Langzeitfolgen kündigen sich an. Der schmale Grat zwischen potenzieller Bedrohung und proaktivem Engagement
entscheidet zwischen negativer und positiver Stressreaktion. Zu den individuellen Risikofaktoren gehören durchaus positive Eigenschaften wie hohe Leistungs- und Einsatzbereitschaft versehen mit einer Prise Perfektionismus. Oder hohes Empathievermögen verbunden mit Abgrenzungsschwierigkeiten
– eine Konstellation, wie sie bei Ärzten und Therapeuten oft anzutreffen ist. Für das erfolgreiche Langzeit-Stressmanagement entscheidend ist der zielgerichtete Einsatz körperlicher, kognitiver und sozialer Ressourcen.

Barbara Hochstrasser | Meiringen
Die Psychiaterin und Klinikleiterin in Meiringen, zeigt auf,
wie Leistungsfähigkeit, Vitalität und Freude bei der Arbeit
aufrecht erhalten werden können. Lebenslänglich! Während
zweier Jahrzehnte ist Barbara Hochstrasser dem Phänomen
Stress auf den Grund gegangen, sie versteht es meisterhaft,
konkrete Risikoprofile und Schutzfaktoren herzuleiten und
bietet wertvolle Leitplanken für die tägliche Praxis. Fachleuten
im Gesundheitswesen kommt hier eine Vorreiterrolle
mit Beispielfunktion zu. Werden Sie in Sachen «Stress» für
andere eine Quelle der Inspiration.

WENN DAS BEWUSSTSEIN WEISS DAS ES TRÄUMT

 

Kurzvortrag Intermezzo 1 - 5 | Klarträume: geträumt von Tamara Fingerlin für Cinovox Traumtänzer
Im Klartraum ist das Bewusstsein wach und kann Traumgeschehen steuern. Auf die Frage: «Können Sie die fünf grossen Themen dieses Kongresses «Nahtoderfahrung», «Neuroplastizität», «Plazeboeffekte», «Stress» und «Limbic»
in Klarträumen erforschen und zu fünf Traumbotschaften verdichten, die am Kongress vor jedem Vortrag tänzerisch-musikalisch in Szene gesetzt werden?» kam mit ruhiger und bestimmter Stimme die Antwort: «Ein typischer Fall von «Auftragsträumen». Ich stelle mich vor dem Einschlafen auf das gewünschte Thema ein und träume nachts einen Klartraum mit dem gewünschten Fokus. Meine Erfolgsrate liegt bei 50 %, es klappt meist auf Anhieb oder sonst in der nächsten Nacht. Die fünf Themen sind spannend – ja… das traue ich mir zu.»

Tamara Fingerlin | Basel
Tamara Fingerlin, Medizinstudentin im 1. Jahr an der Universität
in Basel, wurde für ihre Matura-Arbeit zum Thema «Klarträumen» am Wettbewerb Schweizer Jungend forscht
mit dem Prädikat hervorragend ausgezeichnet und hat als
Sonderpreis eine Einladung ans Stockholm Youth Science
Seminar gewonnen: 23 Jungforscher aus aller Welt haben
an der Nobelpreisverleihung teilgenommen – samt Lecture,
Bankett und Afterparty.

  Cinovox Junior Company | Neuhausen
Die Cinevox Junior Company wurde vor zehn Jahren von
Malou Fenaroli Leclerc – Begründerin der Schweizerischen
Berufsballettschule – ins Leben gerufen. Zwei Dutzend Tänzerinnen und Tänzer aus aller Welt nutzen das Performance
Year zwischen Berufsausbildung und Bühnenkarriere und
überraschen mit kultureller Vielfalt, ungewohnter Bewegungsdramaturgie und grosser atmosphärischer Dichte. Das Spiraldynamik® Med Center Zürich engagiert sich für die
medizinische Betreuung der Cinevox Junior Company.

 

Für Rückfragen steht das Team der Spiraldynamik® Akademie AG gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns Sie alle zahlreich im November in Zürich begrüssen zu dürfen.

Ihre Spiraldynamik® Akademie AG