Leichtbauweise in Perfektion

Bildlegende

A. Die rechte Schulter von hinten mit dem dreieckigen Schulterblatt, den Rippen und der Brustwirbelsäule.

B. Schultergelenk von vorn mit Gelenkkugel, Gelenkpfanne, Raben-schnabelfortsatz und Schlüsselbein.

Spiraldynamik_Anatomie_Schultern Spiraldynamik_Anatomie_Schultern
Bild A Bild B

Das Schultergelenk besticht durch seine Leichtbauweise: Im Gegensatz zum massiven Hüftgelenk ist die Gelenkpfanne nur knöchern angetönt. Muskeln, Bänder und Sehnen halten das Gelenk zentriert – so der Mensch dies nicht durch Fehlhaltungen vereitelt.

Schulterblatt

Die Schulterblätter erinnern an zwei Flügel – manchmal stehen sie auch ab wie solche – und gerade das sollten sie nicht. Wir sind schließlich alle keine Engel: Verliert das Schulterblatt den Kontakt zum Thorax, wird die Schulter instabil. Langzeitfolgen sind Rückenbeschwerden und eine chronische Überlastung im Schultergelenk.

Schulterzentrierung

Wer zu entspannten Schultern zurückfinden will, stellt sich am besten ein Hemd an einem Kleiderbügel vor. Der Haken ist Ihr Kopf, das Hemd ihr Thorax. Richten Sie sich gerade auf, lassen Sie die Schultern entspannt in die Breite fließen – weder nach hinten noch nach vorn ziehen, entspannen und atmen. Mit jedem Ausatmen die Schultern noch mehr in die Breite fließen lassen, als würden Sie selbst am Kleiderbügel hängen und sich knitterfrei aufbügeln.

Testen Sie Ihre Schulterposition

 Legen Sie sich in Rückenlage auf den Boden, die Arme entspannt neben dem Körper: Heben Sie nun die Arme vor dem Körper, legen Sie die Handflächen gegeneinander und strecken Sie sie kerzenförmig über der Brust zur Decke. Wenn Sie nun die Schultern entspannt absenken – berühren die Schultergelenke den Boden? Oder blieben sie einige Zentimeter über dem Boden in der Luft hängen? Je höher sie über dem Boden verharren, um so mehr sind sie aus ihrem Zentrum gezogen.