Aktive Eleganz

Bildlegende

A. Die tiefen Halsmuskeln entlang der Vorderseite der Halswirbelsäule gehen oft vergessen. Der Kopfwende-Muskel SCM (M sternocleidomastoideus) dreht den Kopf mit einer scheuernden Bewegung über die feinen Strukturen der Halswirbelsäule.

B. Die Drehung beginnt mit der Aktivierung der tiefen Halsmuskeln. Erst nach der Aufrichtung des Nackens tritt der SCM Muskel in Aktion und dreht den Kopf frei und unbeschwert.

Spiraldynamik_Anatomie_Nacken Spiraldynamik_Anatomie_Nacken
Bild A Bild B

Der Hals gehört zu den komplexen Teilen der menschlichen Anatomie. Tiefe Halsmuskeln und oberflächliche Kopfwender sind Partner. Richtig eingesetzt bieten sie Stabilität des Nackens und Bewegungsfreiheit des Kopfes

Sensibeles Kontrollzentrum

Die Halswirbelsäule kann in alle Richtungen drehen: Möglich wird dies durch die Leichtbauweise der Nackenwirbelsäule. Sie ist gleichzeitig der Knackpunkt: Falsch oder nachlässig eingesetzt, ist die subtile Konstruktion anfällig für Verletzungen, Verspannungen und eine ganze Reihe anderer unerfreulicher Symptome. Der schwere Kopf muss als Kontrollzentrum optimal getragen werden. Wichtig ist das perfekte Zusammenspiel zwischen dem großen SCM-Muskel und der tiefen Hals- und Nackenmuskulatur.

Langer Nacken statt Hohlnacken

Die Wirbelsäule hat eine S-Form mit leichtem Hohlkreuz und leichtem Hohlnacken. Werden diese Tendenzen verstärkt, gibt es Probleme: Das Kreuz mit dem Kreuz kennen fast alle. Hohlnacken ist so verbreitet, dass er oft als normal angeschaut wird. Dabei bedeutet die Vorverlagerung des Kopfes Stress für die Muskulatur: Der verhältnismäßig schwere Kopf rutscht aus dem Zentrum nach vorn, die Muskeln müssen ziehen und halten was das Zeug hält – Verspannungen sind die Folge.