Kugelprinzip für umfassendes Handeln

Bildlegende

A. Die Grundgelenke von Daumen und Kleinfinger bilden die Pole des sogenannten Oppositionsgriffs.

B. Über die Handknöchel spannt sich der C-Bogen, gut sichtbar bei der Kugelhand, weniger sichtbar bei der flachen Tellerhand. Der Mittelfinger ist in der Verlängerung des Unterarms ideal positioniert.

Spiraldynamik_Anatomie_Hand Spiraldynamik_Anatomie_Hand
Bild A Bild B

Die Hand hat ein Kugelgewölbe. Mit der Kugelform passt sie in die universelle Konstruktionsweise der Natur in Mikro- und Makrokosmos von kleinsten Teilchen bis zu ganzen Planeten – diese ganze Entwicklungsweisheit steckt in der Hand!

Grundstruktur für unzählige Möglichkeiten

Die Hand kann sich grundsätzlich öffnen und schließen. Entscheidend ist der Gewölbebogen zwischen Kleinfingergrundgelenk und Daumen. Die Positionierung des Daumens ist von großer Wichtigkeit damit das Gewölbe perfekt aufgespannt bleibt und die Hand ihre Bewegungsfreiheit voll entfalten kann, gelenkschonend, agil und präzise.

Das Zugreiffen begreifen

Wer energisch zupackt, wundert sich über die Kraft in der verhältnismäßig kleinen Hand. Das Geheimnis liegt in der Präzisions-Fernsteuerung: Um den Händen optimale Handlungsfreiheit zu geben, wurden die Kraft-Muskeln kurzerhand in den Oberarm ausgelagert. Von da aus versorgen sie die Hand über Leitmuskeln und Sehnen mit der notwendigen Kraft. In der Hand selbst sind unzählige kleine Muskeln zuständige für präzise Steuerung. Musiker und Kunsthandwerker zeugen von der Genialität der Konstruktion.

Geben und Nehmen

Zwei archaische Bewegungen sind schon bei Babys fix einprogrammiert: Die Hand zum Mund führen mit der Handfläche dem Gesicht zugewandt und die Hand wegführen – den Handrücken dem Gesicht zugewandt – um nach etwas Interessantem zu greiffen. Probieren Sie diese Bewegung wieder mal in ihrer archaischen Kraft aus, einfach und präzise. Beobachten Sie dabei die vielfältigen Rotationsbewwgungen in Handgelenk, Ellenbogen und Schulter: So einfach und doch so komplex!